Blumenwiese - Pollen, Heuschnupfen, Allergie

Allergie

16.02.2017

Wie entstehen Allergien? Eine Allergieneigung kann – wie z. B. bei Heuschnupfen – genetisch bedingt sein. Aber auch Umweltfaktoren spielen eine wichtige Rolle bei diesem Thema. Umweltmediziner bemängeln, dass bereits Kleinkinder mit unterschiedlichsten Schadstoffen in Kontakt kommen. Häufig geschieht dies schon vor der Geburt, denn viele Frauen gehen mit deutlichen Belastungen (z. B. Pestizide und Schwermetalle) in die Schwangerschaft und Stillzeit.

Kleinkinder nehmen Weichmacher und Lösemittel häufig über die Raumluft und die Haut auf. Der kindliche Organismus kann nicht so gut entgiften und lagert deshalb diese Schadstoffe in größeren Mengen im Körper ab. Das Rauchen verursacht die meisten Schadstoffe im Innenbereich. Zusätzlich sind Möbel, Teppiche oder Bodenbeläge oft stille Giftquellen.
Wussten Sie schon, dass auch die Einnahme von Antibiotika – besonders im Kleinkindalter – den Ausbruch von Allergien begünstigen kann?

Niesattacken im Frühling: Pollenallergie?
Hauptsächlich im Frühling ist die Luft von Pollen der Baumblüte gefüllt und das „Niesen“ beim Allergiker ist vorprogrammiert. Die Augenbindehäute und die geschwollenen Nasenschleimhäute sind beim Heuschnupfen besonders betroffen. Das stark wässrige Nasensekret kann über mehrere Wochen anhalten. Bei den meisten Pollenallergikern verstärken sich die Beschwerden an der Außenluft drastisch. Wer betroffen ist weiß, wie quälend der Juckreiz und die ständigen Niesattacken sein können. Eine Pollenallergie macht das Leben manchmal zum Albtraum.

Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten
Nahrungsmittelunverträglichkeit ist der Oberbegriff für Beschwerden, die mit dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel zusammenhängen. Die Ursachen sind völlig unterschiedlich. Laktose-, Fruktose-, Histamin- und Glutenunverträglichkeit kommen am häufigsten vor.

Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz)
Ursache hierfür ist ein Mangel des Verdauungsenzyms Lactase. Dieser Mangel kann angeboren, erworben oder Folge einer Erkrankung (z. B. Zöliakie oder Morbus Crohn) sein. Wir empfehlen die Vermeidung von Produkten, die Milch- bzw. Molkepulver enthalten, Fertigprodukte und klassische Milch und Milchprodukte.

Fruchtzuckerunverträglichkeit
Grund der Fruchtzuckerunverträglichkeit ist die unzureichende Verdauung einer bestimmten Zuckerart im Dünndarm. In diesem Fall handelt es sich um Fruchtzucker. Auf Lebensmitteln wird Fruchtzucker auch unter dem Namen „Fructose“ aufgeführt. Verzichten Sie auf fruchtzuckerreiche Lebensmittel wie Gewürzmischungen, Obst- und Gemüsesäfte, Limonade, Zwieback, Zitronen, Süssigkeiten, Fertigprodukte, Produkte die Zucker, Fruchtzucker oder Sorbit enthalten.

Histamin-Unverträglichkeit
Eine Unverträglichkeit gegenüber Histamin beruht auf einem Mangel an einem histamin-abbauendem Enzym. Bestimmte Nahrungsmittel wie Fisch, Erdbeeren, Eiweiß, Nüsse und Alkohol enthalten geringe Mengen an Histamin. Sie können jedoch vermehrt Histamin im Körper freisetzen und sorgen so für einen hohen Histaminspiegel. Folgen können sein: Kopfschmerz, dauerhaft verstopfte Nase und Durchfall. Verzichten Sie auf Käsesorten mit langen Reifezeiten und Milchprodukte, die aus Rohmilch hergestellt werden. Fleisch und Wurstwaren nur kurz lagern. Meiden Sie Konserven sowie geräucherte und gepökelte Ware. Verwenden Sie hefefreie Backwaren. Viele Obst- und Gemüsesorten sind dagegen unbedenklich.

Gluten-Unverträglichkeit
Gluten – oder Klebereiweiß genannt – kommt vor allem in Weizen, Gerste, Roggen, Hafer und Dinkel vor. Durch die Unverträglichkeit wird die Funktion der Dünndarm-Schleimhaut angegriffen. Wichtige Nährstoffe und Vitamine werden schwerer aufgenommen, Schad- und Fremdstoffe werden leichter aufgenommen. Um die angegriffene Darmschleimhaut wieder herzustellen und aufrecht zu erhalten, muss der Speiseplan ein Leben lang konsequent umgestellt werden.