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Darmgesundheit - Mit den richtigen Bakterien zu mehr Vitalität

  • mechanische Zerkleinerung durch Kauen
  • Speichel (= Hauptbestandteil Wasser, aber auch Stoffe, die die Nahrung bereits aufspalten können)
  • mit Schleimhaut ausgekleidet
  • starke Muskulatur
  • "Magensäure"
  • Fassungsvermögen ca. 1,5 bis 2 Liter
  • Hauptort der Aufnahme (aktiv und passiv)
  • 3 Abschnitte = Zwölffingerdarm, Leerdarm, Krummdarm
  • stark vergrößerte Oberfläche
  • Schleimhaut mit Schleim und Darmflora =  Barriere-Funktion
  • 1,2 Meter lang
  • entzieht dem bis dahin noch flüssigem Speisebrei das Wasser und die verbliebenen Elektrolyte
  • viele verschiedenen Bakterienspezies

Fakten rund um den Darm

Der Darm weist eine Oberfläche von bis zu 500 Quadratmetern auf. Dies entspricht der Größe von 2 Tennisfeldern.
Er enthält 100 Billionen Mikroorganismen und fässt im Laufe des Lebens 30 Tonnen Nahrung und 50.000 Liter Flüssigkeit. Es dauert ca. 3 Tage, bis eine Mahlzeit den Magen-Darm-Trakt komplett durchlaufen hat. Die Speisen verlassen nach ca. 2-3 Stunden den Magen und gelangen in den Darm - dieser zieht dafür bis zu 9 Liter Flüssigkeit aus den Zellen (wird danach wieder zurücktransportiert). Im Darm befinden sich 100 Millionen Nervenzellen, weshalb es auch das "Bauch-Gehirn" genannt wird. Das Verdauungssystem ist außerdem eng mit psychischen Prozessen verknüpft, weshalb einem schnell "Ärger auf den Magen schlägt" oder man "Schmetterlinge im Bauch" hat.

  • krampfartige Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Völlegefühl
  • Übelkeit
  • "Reizdarm" = alle oder einzelne der genannten Symptome, Beschwerden können im Wechsel auftreten, keine "organische" Krankheit
  • ungesunde Ernährungsgewohnheiten
  • körperlicher und seelischer Stress
  • Lebensmittelzusatzstoffe und Umweltschadstoffe
  • wenig Bewegung
  • Übersäuerung
  • Einnahme von Antibiotika
  • Einnahme von Schmerzmitteln oder Protonenpumpenhemmern
  • vorangegangene Magen-Darm-Infektionen

90 % der Betroffenen mit Reizdarm sind jünger als 50 Jahre. Jeder 2. ist sogar unter 35.
In Deutschland sind ca. 15-20 % der Frauen und 5-15% der Männer betroffen.

Gesunder Darm

Bakterien im Darm brauchen das "richtige Futter", um sich wohlzufühlen - vorallem Ballaststoffe. Eine falsche Ernährungsweise oder dauerhafte Einnahme von Antibiotika kann die Arbeit der Darmbakterien beeinträchtigen und Beschwerden  verursachen. Mögliche Auswirkungen können dann sein: Allergien, Abwehrschwäche, Verdauungsbeschwerden, Pilzinfektionen...

Wenn der Darm aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann er mit Probiotika unterstützt werden. Dabei handelt es sich um nützliche Bakterien, die natürlicherweise in unserem Darm vorkommen und gesundheitsfördernde Eigenschaften haben. Sie können bei Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Antibiotika-Gabe und Allergien angewendet werden.
Neben Nahrungsergänzungsmitteln oder Arzneimitteln enthalten auch viele Lebensmittel Probiotika. Dabei ist eine bestimmte Mindestmenge lebender Mikroorganismen notwendig.
In Joghurt sinkt der Keimgehalt während der Lagerung und es wären riiesige Mengen nötig, um genügend Probiotika aufzunehmen. Auch bei Sauerkraut werden durch das Erhitzen nach der Gärung Bakterien abgetötet.

Tipps für den Alltag

  • ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkorn
  • keine Milchprodukte
  • keine tierischen Fette
  • fette, scharfe, süße Speisen meiden
  • pflanzliche kaltgepresste Öle wie Leinöl verwenden
  • Zeit beim Essen nehmen und gut kauen (die Verdauung beginnt im Mund)
  • mehrere kleine Portionen pro Tag verteilt essen