Reizmagen - Tipps für einen beschwerdefreien Alltag

Bei länger anhaltenden Magenproblemen wird für gewöhnlich eine Magenspiegelung durchgeführt, um die Ursache zu finden und diese bestmöglich behandeln zu können. Allerdings kann nicht immer eine organische Ursache diagnostiziert werden. Eigentlich ist diese Nachricht positiv, da der Magen prinzipiell intakt ist. Trotzdem belasten die Beschwerden Betroffene oft über eine lange Zeit. In diesem Fall kann das sogenannte Reizmagensyndrom für die Probleme verantwortlich sein. Erfahren Sie hier, was man unter dem Reizmagensyndrom versteht, wie dieses entsteht und was helfen kann, um die Beschwerden zu lindern und einen normalen Alltag führen zu können. 

Was versteht man unter dem Reizmagensyndrom?

Das Reizmagensyndrom ist ein Überbegriff für viele verschiedene Beschwerden im Bereich des Magens und des Oberbauches. Diese lassen sich jedoch nicht auf eine organische Ursache zurückführen. Ärzt:innen sprechen daher von einer funktionellen Störung. Sie gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Verdauungstraktes und dürfen nur diagnostiziert werden, wenn die Beschwerden für mindestens drei Monate bestehen und organische Ursachen sicher ausgeschlossen werden können. 

Mögliche Ursachen für das Reizmagensyndrom

Bisher konnten keine genauen Ursachen für dieses Beschwerdebild festgemacht werden. Meist haben Betroffene aber ein überempfindliches Nervensystem im oberen Magen-Darm-Trakt. Dazu werden bis heute Auslöser erforscht, die mit dem Reizmagensyndrom in Verbindung gebracht werden können. So können psychische Belastungen wie Traumata, Depressionen und Angstzustände, aber auch genetische Aspekte eine große Rolle in der Entstehung spielen. Sicher belegt hingegen ist, dass bestimmte Faktoren wie Übergewicht, Rauchen oder Alkoholkonsum die Beschwerden hervorrufen oder noch verschlimmern können. 

Typische Symptome für einen Reizmagen

Das Beschwerdebild des Reizmagensyndroms ist sehr vielfältig. Mögliche Symptome sind unter anderem:

  • Druck im Oberbauch oder Völlegefühl (beim oder nach dem Essen)
  • Brennen und Schmerzen in der Magengegend
  • Sodbrennen
  • Aufstoßen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust

Hilfreiche Therapieansätze

Nachdem organische Ursachen (z. B. Magenschleimhautentzündung, Geschwüre, etc.) durch eine Magenspiegelung sicher ausgeschlossen werden können, sollten nicht nur die körperlichen, sondern auch die psychischen Lebensumstände der Betroffenen näher betrachtet werden. Ob eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, sollte ärztlich abgeklärt werden. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf der Reduktion möglicher Auslöser. Demnach sollten Gewohnheiten wie Rauchen oder regelmäßiger Alkoholkonsum vermieden werden. Außerdem ist es wichtig, dass Betroffene lernen, richtig mit Stress umzugehen. In diesem Zusammenhang können autogenes Training oder spezielle Entspannungstechniken besonders hilfreich sein. Sollten Patient:innen an einer psychischen Erkrankung leiden, ist es ratsam, zusätzlich eine Psychotherapie zu beginnen.

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